Eistauchen im Elisabethsee St. Pankraz am 27.12.2007

 

Die Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Traun führte am 27.12. eine Eistauchübung am Elisabethsee in St. Pankraz durch. Solche Übungen sind für jeden Einsatztaucher der Feuerwehr mindestens einmal im Jahr Pflicht, da es leider immer wieder zu Unfällen kommt, bei denen Wintersportler oder auch Tiere auf zu dünnem Eis einbrechen.

Beim Eistauchen spielt die Sicherung der im Einsatz befindlichen Taucher eine große Rolle: Grundsätzlich gehen zwei Taucher in den Einsatz unter das Eis. Diese sind mit einer max. 50m langen Leine gesichert, welche auf der Oberfläche durch einen Verbindungsmann ständig besetzt ist. Zwischen den Tauchern und dem Verbindungsmann werden diverse Leinensignale vereinbart (z.B. 2x ziehen => „alles in Ordnung“, 3x ziehen => „Leine zu Ende bzw. Leine verkürzen“, mehrmaliges ziehen => Notsignal).

Sollte die Verbindung durch die Leine verloren gehen, z.B. durch reißen der Leine, sind die Taucher darauf geschult sich sofort an die Eisoberfläche zu begeben. Dann kommt, der/die in Bereitschaft stehende(n), Sicherungstaucher zum Einsatz. Diese sind mit einer mindestens um 3m längeren Leine, als der ursprüngliche Tauchtrupp ausgestattet war, fix verbunden.

Der/die Sicherungstaucher schwimmt nun unter der Eisoberfläche in die Richtung, in welcher die beiden Taucher zuletzt geortet wurden, bis die Sicherungsleine zu Ende ist. Nun beginnt er einen Kreis zu schwimmen, bis die Leine bei den beiden an der Eisoberfläche wartenden Tauchern „vorbei kommt“.

Nach Eistauchgängen ist die Absicherung der Öffnung, welche in das Eis geschnitten wurde, sehr wichtig, um einen etwaigen Unfall zu verhindern.

Fotos: (c) Werner Hellrigl