Schwerer VKU - Eingeklemmte Personen (08.03.2002, 19:00 - 21:30)
Übungsannahme:
Schwerer Verkehrsunfall - Mehrere eingeklemmte Personen
Übungsablauf:
Nach dem Eintreffen der Einsatzkräfte
(KDO 1, TLFA 4000, LFB-A1, SRF) wurde nach einer kurzen Lageerkundung durch
den Einsatzleiter nach Rücksprache mit den Kräften des Roten Kreuz
(welche bereits vor Ort waren) folgender Einsatzbefehl gegeben:
SRF und LFB: Beleuchtung aufbauen Fahrzeuge
sichern und hydraulisches Rettungsgerät vornehmen,
TLFA 4000: Dreifachen Brandschutz
( Pulverlöscher, HD-Rohr und Kombischaumrohr) aufbauen.
Der Angriffstrupp des LFB begann mit den Bergearbeiten an dem ersten Fahrzeug, während die Mannschaft des SRF das absturzgefährdete Fahrzeug sicherte. Anschliessend begann diese mit den Bergearbeiten des auf der Seite liegenden Fahrzeuges. Die extreme Steillage und Deformation der Fahrzeuge erschwerten die Bergungsarbeiten massiv. Bei den ersten Fahrzeug musste nachdem das Dach abgenommen wurde, auch die B-Säule entfernt werden, um eine sichere Bergung des Verletzten zu gewährleisten. Unter Zuhilfenahme des hydraulischen Rettungsgerätes und Hydraulikzylinder konnte eine schnelle und sichere Bergung durchgeführt werden.
Insgesamt wurden vier Personen aus den beiden verunfallten Fahrzeugen geborgen.
Eingesetzte Kräfte
FF Traun: 4 Fahrzeuge
(KDO 1, TLFA-4000, SRF, LFB-A1), 30 Mann
Rotes Kreuz: 2 Fahrzeuge, 8 Mann
Zugsunglück im Eisenbahntunnel (23.11.2001, 15:00 Uhr - 17:30 Uhr)
Übungsannahme:
Bei einem
Zug der "rollenden Landstraße" entgleist unmittelbar nach Einfahrt
in den Eisenbahntunnel "Bettina" ein Waggon.
In der Folge gerät ein auf dem Zug befindlicher LKW in Brand, ein Tankwagen
schlägt aufgrund umherfliegender Trümmer im Bereich des Westportals Leck, wodurch
eine vorerst unbekannte Flüssigkeit ausläuft.
Der Lokführer konnte sich befreien, 11 Personen werden vermisst.
Übungsablauf - Maßnahmen der Feuerwehren:
Nach dem
Eintreffen und einer kurzen Lageerkundung wurden sofort ein Trupp mit Sauerstoffschutzgeräten
(Trupp 1 Traun), zwei Trupps mit schwerem Atem- und Hitzeschutz (Trupp 2 Traun
und Trupp 1 BTF Feurstein) über das Ostportal des Tunnels und weitere zwei Trupps
mit schwerem Atemschutz und leichtem Hitzeschutz (Trupp 1 Hörsching und Trupp
1 Rutzing) über das Westportal in den Tunnel beordert. Die Trupps stellten von
jeder Seite eine B-Zubringleitung her und arbeiteten sich mittels C-Rohren zum
Unglücksort, welcher sich genau in der Mitte des 502 m langen Tunnels befand,
vor. Von Trupp 1 Traun wurde der Personenwaggon unter Zuhilfenahme der Wärmebildkamera
durchsucht und es wurden alle 11 Vermissten bewusstlos aufgefunden, worauf sofort
sämtliche verfügbaren Krankentragen, Fluchtfilterhauben und weitere zwei
AS-Trupps angefordert wurden.
Währenddessen wurde von der FF-Marchtrenk der gesamte Gefahrenguteinsatz beim
Ostportal mit Unterstützung der FF-Hörsching abgewickelt. Hier war ein Trupp
unter Schutzstufe 3 notwendig, um die Leckage abzudichten.
Um die
Wasserversorgung sicherzustellen, war es notwendig, zwei Zubringleitungen vom
ca. 200 m entfernten Badesee Oedt herzustellen.
Das Rote
Kreuz Traun errichtete innerhalb kürzester Zeit ein beheiztes(!) Zelt, dass
als Triageplatz und später auch als Atemschutzsammelplatz
genutzt
wurde.
Der Lotsendienst für die auswärtigen Feuerwehren wurde von der
Gendarmerie Traun durchgeführt und funktionierte ebenfalls tadellos.
Die Verunglückten
waren um 16:30 Uhr geborgen, "Brand aus" konnte um 16:45 Uhr gegeben
werden.
Fazit:
Der Transportwagen, welcher uns von den ÖBB zur Verfügung gestellt wird, und am
Ostportal stationiert ist, erwies sich als sehr dienlich. Allerdings ist ein
solcher Wagen auf nur
einer Seite des Tunnels eindeutig zu wenig. Weiters wurde bei dieser Übung wieder
deutlich, wie wichtig es ist, auch bei Tunnel mit einer Länge von "nur"
500 m, Langzeitatmer (Sauerstoffschutzgeräte oder Twin-Pack) zur Verfügung zu
haben.
Die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzorganisationen, denen wir an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank aussprechen wollen, funktionierte vorbildlich und reibungslos.
Eingesetzte Kräfte:
24 Fahrzeuge 108 Mann
| FF Traun: | 8 Fahrzeuge | 36 Mann |
| BTF Feurstein: | 2 Fahrzeuge | 11 Mann |
| FF Hörsching: | 4 Fahrzeuge | 19 Mann |
| FF Rutzing: | 2 Fahrzeuge | 16 Mann |
| FF Marchtrenk: | 4 Fahrzeuge | 16 Mann |
| RK Traun: | 3 Fahrzeuge | 8 Mann |
| Gendarmerie Traun: | 1 Fahrzeug | 2 Mann |



Strahlenschutz
Am Mittwoch, dem 10. Oktober 2001 wurde für die Mitglieder der FF Traun ein theoretischer und praktischer Vortrag über Strahlenschutz von den Kameraden Maurer und Wagner veranstaltet.
Nach einer ausführlichen Einführung in den Strahlenschutz (Sicherheit, Wirkung, Begriffe, ...) und einer anschließenden Vorführung der Messgeräte und Sonden konnten die Kameraden das Erlernte auch gleich selbst ausprobieren.
Frontalzusammenstoß zweier PKW's beim Kraftwerk Traun/Pucking
Am Freitag, dem 28. September 2001 führte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Traun mit Unterstützung der Tauchergruppe der FF Marchtrenk eine Wasserwehrübung im Staubereich des Kraftwerkes Traun/Pucking durch.
Übungsannahme:
Frontalzusammenstoß zweier PKW´s auf dem Damm. Ein PKW stürzt in der Folge in
die Traun ( Wassertiefe in diesem Bereich 12-13m), der Fahrer ist vermisst. Der
zweite PKW kommt brennend, mit zwei eingeklemmten Personen, am Damm zu stehen.
Übungsablauf:
Um 14:45 Uhr wird die FF Traun über Notruf Florian LFK zu besagtem Ereignis
gerufen, und veranlaßt unverzüglich die Alarmierung der Tauchergruppe der FF
Marchtrenk.
Am Einsatzort eingetroffen (Tank 2, LFB-A1, SRF und MTF Traun), wurde sofort mit den Löscharbeiten, des schon fortgeschrittenen PKW Brandes, begonnen und die Mannschaft des LFB-A1 führte mittels Hydraulischem Rettungsgerät die Befreiung der eingeklemmten Personen durch. Parallel rüsteten sich die Taucher der FF-Traun (3) und die der FF-Marchtrenk (4) aus und begannen anschließend mit der Suche des versunkenen PKW´s, mittels Linearsuchmethode vom Ufer aus, unterstützt durch die Holzzille Traun und das A-Boot Traun. Nach erfolgreicher Suche konnte der Fahrer geborgen, und das KFZ mit der zu Hilfenahme von vier Hebeballons (2 FF-M und 2 FF-T) gehoben werden.
Übungsende:
18:00 Uhr.


